Fluglärm, die Folgen und was man dagegen tun kann

Fluglärm ist ein mittlerweile nicht zu unterschätzendes Problem, das zunehmend auch zu einem Umweltproblem wird aufgrund der stetig steigenden Flugbewegungen schon seit den 1970er Jahren.

Schon fast jeder dritte Bürger in Deutschland ist auf die eine oder andere Weise mit Fluglärm konfrontiert. Neben dem Ausbau von Großflughäfen wie Frankfurt und Berlin sorgt auch der zunehmende regionale Flugverkehr für weiteren Fluglärm. Der Anstieg regionaler Flughäfen ist bedingt durch die hohe Subventionierung. Flugreisen von regionalen Flughäfen werden immer populärer, wobei kleine Airports wie Köln/Bonn und Lepzig/Halle mittlerweile ein steigendes Problem durch den durchgängigen Nachflugbetrieb haben.

Nicht zu unterschätzende Gesundheitsprobleme durch Fluglärm

Ganz ohne Frage kann Fluglärm auf Dauer wirklich krankmachen. Dieser ständige Lärmstress führt zu Herzkreislauferkrankungen. Studien haben schon belegt, dass das Risiko der Herzerkrankungen bei Männern bei ca. 50 % liegt und bei Frauen sogar bei 60 %. Deshalb muß dem Lärmschutz ein größeres Gewicht zukommen. Das Problem kann nur auf internationaler Ebene gelöst werden, zum Beispiel durch leisere Flugzeuge und entsprechende Richtlinien.

Aussetzung der Ratifizierung des Staatsvertrages – Verärgerung bei der Schweiz

Das Thema Fluglärm spaltet auch die nachbarschaftlichen Beziehungen wie im Falle Deutschland – Schweiz. Beim Fluglärm-Staatsvertrag mit der Schweiz gibt es auch Probleme, da massive Widerstände der Bundesländer den Durchmarsch durch das Parlament für den Staatsvertrag nunmehr auf Eis legen.

Das ist natürlich auch sehr ärgerlich für die Eidgenossen. Ein Artikel auf suedkurier.de besagt, dass der Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer zunächst die Fragen hinsichtlich des Fluglärms in einer völkerrechtlich verbindlichen Form geklärt wissen will, bevor er den Staatsvertrag zur Ratifizierung in den Bundestag geben will. Die Kernforderungen der Region nach einer Begrenzung der Anflüge und Festlegung der Routen sollen darin festgezurrt werden, da der Schweiz sonst zu viel Interpretationsspielraum zur Verfügung stehe.
In der Schweiz wird auf den Wunsch der Bundesregierung nach Nachverhandlungen zum Thema Fluglärm mit einem gewissen Unverständnis reagiert. Es ist von Gebühren für die Nutzung des Flughafens Zürich oder den St. Gotthard Tunnel die Rede oder auch von einer Limitierung von Jobs für Deutsche in der Schweiz. Mittlerweile bezweifeln die Eidgenossen, dass die Ratifizierung von Verträgen zwischen Deutschland und der Schweiz überhaupt noch möglich sind. Nachverhandlungen bezüglich dieses Staatsvertrages werden offensichtlich als gesamtes Scheitern betrachtet.

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