Kennt jemand einen Reisebericht von Berlin nach dresten in der Industrialisierung per zug dar ?

Frage von : Kennt jemand einen Reisebericht von Berlin nach dresten in der Industrialisierung per zug dar ?
Bitte helft mir

Beste Antwort:

Answer by qm_sirius
Ist Tresten hochdeutsch für das Sächsische Dresden?

Geben Sie Ihre eigene Antwort in den Kommentaren!

Ein Kommentar

  1. Du musst erst einmal in jene Zeiten zurückdenken:
    Bahnverbindungen damals waren vor allem durch das häufige Umsteigen diktiert,
    denn die Staaten mussten gefragt werden,durch deren Gebiet eine Bahnlinie
    gebaut werden sollte.(„Bestimmer“ Nr.1: Industrie und ihre Bedürfnisse ( Antransport
    von Rohstoffen und (täglich) Arbeitskräften, Abtransport von Fertigwaren und (tägl.Arb.).
    „Bestimmer“ Nr. 2 war in Preußen das Militär, das Truppen und ihre Ausrüstung schnell
    von A nach X verlegen können wollte.Daher war auch der erste durchgehende Bahnbau
    der Bau der „Preußischen Ostbahn“, der 1845 begonnen wurde und ostwärts durch das
    heutige Polen ins heutige russische Königsberg und weiter an die russische Grenze
    führen sollte.Man begann schon 1849, ein Teilstück der langen Strecke war 1851 fertig,
    die gesamte Strecke 1867! Nein,man wollte keinen Krieg, nicht zu BISMARCKs
    Zeiten.Aber man kann ja nie wissen…,dachten die Militärs. (Und „in die Zuständigkeit
    des Kriegsministeriums fiel auch der Bau der Militäreisenbahn Berlin-Marienfelde-
    Zossen. Hier verpflichtete das Kriegsministerium federführend die Berlin-Dresdner
    Eisenbahn am 9. Januar 1873 dazu, westlich neben ihren Gleisen eine Trasse für die ausschließlichen Zwecke des Militär-Eisenbahnbataillons zu bauen.“
    Zu Deiner Frage:
    Bereits 1848 entstand die erste Bahnverbindung zwischen Berlin und Dresden,
    als die „Berlin-Anhaltische Eisenbahn-Gesellschaft mit der Bahnstrecke (preuß.)Jüterbog
    nach (sächs.)Riesa eine Verbindung zur Bahnstrecke Leipzig–Dresden herstellte.
    Als Konkurrenz hierzu baute die 1872 gegründete „Berlin-Dresdener Eisenbahn-Ges.“
    eine zwölf Kilometer kürzere Verbindung über Elsterwerda. Diese Strecke wurde 1875
    eröffnet.“ Wie man reiste? Also vor allem: Mit vielem Umsteigen. In 4 Klassen,auch
    in Bahnhöfen nach Klassen getrennt. Für Besitzende,die reisen mussten:Es gab ja
    auch genug Bahnhofshotels an den Umsteige-Orten,wo Kutscher auf die Reisenden
    warteten,die sich eine Übernachtung im „Bahnhofshotel“ leisten konnten.
    Wer kein Geld hatte,musste im Bahnhof bleiben.(In „Wartesälen“ konnte man auch
    bei später Ankunft ein heißes/kaltes Getränk kaufen oder gar mehr,und arme
    Leute legten sich auf Bänke oder schliefen am Tisch ein,oft gestört.)
    Zum WIE des Reisens: Die Tatsache,dass „der König ebenso wie sein Kutscher“
    im gleichen Zug fahren konnten, das erboste den preußischen König F W den
    Vierten sehr ! Daher die Trennung in 4 Klassen eingerichtet. Aber…wenn man
    darüber nachdenkt: Hat das Auto die Klassen-Trennung zwischen „Mächtigen“ und
    den kleinen Leuten aufgehoben? Doch wir sind mittlerweils in Elsterwerda
    angekommen,nach Dresden umsteigen, und da Du auf meinem Länderticket mitfahren
    kannst, können wir ja noch im Zug nach Dresden weiter schwatzen.Ja,ich hab‘ einen
    Eisenbahn-Knacks,geb‘ ich ja auch zu…

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.